Laufbeschwerden
Was tun bei den häufigsten Problemen beim Sport?

Häufige probleme beim sport.
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Unterschiedlichste Probleme machen Sport zur Qual. Bei einigen physischen Problemen kann man mit einfachen Mitteln helfen, Probleme zu beheben oder schon vorbeugen damit erst gar keine Probleme entstehen.

Hallux Valgus

Auch bekannt unter den Namen schiefer Zeh, Ballengroßzehe oder Ballenzeh belastet er viele Menschen bei ihrer sportlichen Aktivität. Ursache für diese Veränderung des Großzehengelenks ist meist zu enges und sehr spitz zulaufendes Schuhwerk. Damen mit hohen Absätzen sind ebenfalls sehr häufig von einem Hallux Valgus betroffen. Die Grundursache liegt bei den meisten Personen jedoch in der Veranlagung, die durch eine Überlastung, sprich einer Fußfehlstellung weiter provoziert wird. Oft findet man den Bereich um das Großzehengelenk in einem gereiztem Zustand vor.

Als Maßnahme empfiehlt sich geeignetes Schuhwerk, welches dem Fuß Freiraum im Zehenbereich bietet und Fußmuskulaturübungen zur Mobilität. Eine weitere wichtige Therapiemaßnahme für den Hallux Valgus ist die Versorgung mit einer Einlage. Diese hat die Korrektur der Fußfehlstellung als Ziel und führt somit zu einer Entlastung des Großzehengelenks.

Schienbeinkantensyndrom

Es ist wohl einer der häufigsten Beschwerdebilder des Laufsports: Das Schienbeinkantensyndrom, auch Shin Split genannt, ist dieses Läuferproblem ein Warnzeichen einer gereizten vorderen Kante des Schienbeins. Hier setzt unser Zehenheber an, der für die Aufsetzphase beim Laufen so wichtig ist. Gründe für diese Schmerzen können von ganz unterschiedlicher Herkunft sein. Meist steht dem eine nicht angepasste Trainingssteigerung oder ein zu alter Laufschuh, welcher nicht mehr genügend Halt bietet, zugrunde. Problemverstärkend kommen öfters noch Fehler beim Laufstil und eine zu hohe Stoßbelastung für die untere Extremität, zu der das Schienbein gehört.

Gönn dir eine Pause um die Reizung auszukurieren und starte ganz langsam wieder ins Training, wenn die Schmerzen im Schienbein verschwunden sind. Als Maßnahme zur Prävention, suche einen Spezialist für Laufschuhe und Einlagen auf, der dir mit einer Laufanalyse hilft, keine zusätzliche Fehlbelastung zu erzeugen.

Bandscheibenvorfall

Schwer gehoben und plötzlich ist er da: Ein höllischer Schmerz, meist im Lendenwirbelsäulenbereich. Es handelt sich hierbei um einen Bandscheibenvorfall. Die Bandscheiben liegen zwischen unseren Wirbelkörpern und sorgen für eine gleichmäßige Druckentnahme beim Gehen und Laufen. Sie arbeiten wie eine Art Wasserkissen. Dieses beginnt bereits mit 20 Jahren sich abzubauen, Wasser und Nährstoffe gehen verloren. Somit ist eine gleichmäßige Druckverteilung nicht mehr so gut möglich. Problemverstärkend ist hierbei unser immer mehr sitzend gestalteter Alltag, bei dem sich unsere stützende Bauch- und Rückenmuskulatur abbaut und somit nicht mehr zur Entlastung der Bandscheiben beitragen kann.

Deshalb solltest du darauf achten, die Bandscheibe regelmäßig zu belasten und zu entlasten, denn Sie arbeitet nach dem „Schwamm-Prinzip“, wird ausgedrückt und saugt sich wieder voll und erhält so ihren Stoffwechsel. Wir empfehlen: Bewegen dich regelmäßig, aber achte hinterher auf eine ausreichende Erholung. Eine gut ausgebildete Rumpf – und Rückenmuskulatur kann helfen

Fersensporn

Der Fuß ist die Basis unseres Körpers. An der Fußunterseite spannt sich eine Sehnenplatte mit dem anatomischen Namen Plantaraponeurose von der Ferse bis zu den Zehen auf. Im Falle des Fersensporns zeigt sich meist eine Druckempfindlichkeit im Fersenbereich, sowie ein Schmerz in Ruhe und bei Belastung. Durch eine dauerhafte Reizung dieser Sehne entstehen kleine Mikroverletzungen. Im Reparaturprozess kann es zu Verknöcherung im Ursprungsgebiet kommen. Als Ursache zeigt sich häufig eine insgesamt sehr verspannte untere Extremität, sprich Ober – und Unterschenkel. Hauptproblemursache sind Fußfehlstellungen im Längsgewölbe.

Um gegen die Erhöhung der Plantarsfaszienspannung, bedingt durch ein abgeflachtes Gewölbe entlastend vorzugehen, empfiehlt sich auf jeden Fall eine Einlagenversorgung. Massagen und eine physiotherapeutische Behandlung dienen zur Gewebelockerung und der Durchblutungsförderung. Eine Therapie ist absolut anzuraten da die Symptome Schmerz und Bewegungseinschränkung in chronisches Leiden übergehen kann.

Achilessehnenentzündung

Die Achilessehne ist die stärkste Sehne des menschlichen Körpers. Drei Muskeln des Unterschenkels münden hier in einen Sehnenstrang. Dies hat zur Folge, dass diese Sehne enormer Spannung ausgesetzt ist und sich auch leicht ärgern lässt. Ein Schmerz im Bereich des Fersenbeines, der sich häufig in stechend äußert, aber auch dumpf auftreten kann ist ein typisches Symptom einer Entzündung der Achilessehne. Die angesprochene Muskulatur, zusammengesetzt auch der Musculus Triceps Surae genannt, ist oft sehr verspannt und hat negative Auswirkungen auf die Entzündung. Begleitend erkennt man in den meisten Fällen noch Entzündungszeichen wie Wärme, Rötung und Belastungsschmerz, vor allem beim Anlaufen und beim Aufstehen am Morgen. Als Ursache lassen sich keine genauen Faktoren bestimmen und sind unter einer Vielzahl von Möglichkeiten wie zum Beispiel schlechte Durchblutung der Sehne, Überpronation, schlechte Fußstellung oder auch mangelnde Beweglichkeit individuell festzustellen.

Zur Besserung tragen Ruhe, Arbeiten an der Beweglichkeit und Dehnfähigkeit im Wadenbereich und auch Verbesserung der Gleitfähigkeit positiv bei. Arbeite gemeinsam mit einem Experten an geeignetem und angepasstem Schuhwerk und lass dir Tipps geben um die Achilessehnenentzündung auszukurieren. Oft helfen kleine Tipps und Veränderungen um wieder geschmeidig zu beginnen. Wichtig ist, frühzeitig zu pausieren und zu reagieren, um das Risiko einer Achillessehnenruptur zu umgehen.

Läuferknie / Knieschmerzen

Knieschmerzen beim Laufen im Kniebereich haben nicht nur Langstreckenläufer oder Vieltrainierer. Werden Rumpf – und Gesäßmuskulatur, über die Zeit einseitig Belastet, kommt es zu einer Disbalance .Diese kann ein Läuferknie beziehungsweise Schmerzen im Knie verursachen. Grundursache für ein Läuferknie ist genau diese Disbalance, denn aus dem Hüftbereich verläuft bis unterhalb des Knies eine Sehnenplatte, die dafür verantwortlich ist, das Becken und Knie in seiner Achse zu halten. Durch das Abkippen auf eine Seite während des Laufens erhöht sich die Reibung zwischen der Sehnenplatte, Tractus iliotibialis genannt, und der Außenseite des Kniegelenks. Beinachsen – und Fußfehlstellungen verstärken diese Problematik.

Bei Auftreten von Schmerzen ist es wichtig, diesen zu beachten und gegebenenfalls eine Trainingspause einzulegen. Auf gar keinen Fall solltest du mit Schmerz weiter trainieren. Die vorbeugenden Maßnahmen ähneln den Therapiemaßnahmen für ein Läuferknie. Regelmäßiges Dehnen der Hüftmuskeln und eine insgesamt bessere Mobilität im Bein trägt zur Lockerung der Sehnenplatte bei. Wärme nach dem Training trägt zu einer besseren Durchblutung im Muskel bei und hilft auch bei einer Reizung.

Fußfehlstellungen

Jeden Tag absolvieren wir mehrere Kilometer auf ihnen und Sie ermöglichen uns das Fortbewegen: Unsere Füße. So vielfältig wie die Menschen sind so sind auch ihre Füße. Dabei gibt es mehrere Unterschiede in der Gewölbeform, welche einen viel zu unbeachteten Einfluss auf unsere gesamte Körperstatik hat.

Plattfuß

Ein Plattfuß ist schwäche der längsgewölbetragenden Strukturen. Muskulatur und Sehnen-Band-Apparat schaffen es nicht, das knöcherne Gerüst des Fußes aufrecht zu halten und somit liegt der Fuß abflacht in Richtung Innenseite.

Bei einem sogenannten Plattfuß liegt die komplette Fußsohle auf dem Boden auf. In Kombination mit diesen beiden Fußformen steht meist der Knickfuß bei dem das Kahnbein (os naviculare) nach Innen fällt und somit eine Verschiebung des Fersenbeins verursacht.

Spreizfuß

Ein Spreizfuß hat meist ein abgeflachtes Quergewölbe zur Folge. Es kommt zur einer Verbreiterung des Vorfußes. Unser Fuß hat durch die Änderung des Aufbaus mit gewissen Veränderungen zu kämpfen, jedoch ist ein Spreizfuß nicht immer gleich mit Schmerz verbunden.

Eine Spreizung des Fußes hat zur Folge, dass der zweite und dritte Zeh mehr belastet wird, diese damit jedoch überfordert sind. Hierbei kann es zu Schmerzen und Schwielenbildung kommen.

Zusätzliche Reizungen der nervalen Strukturen können auftreten und dich vor allem bei Vorfußbelastungen sehr stark einschränken.

Hohlfuß

Ein Hohlfuß kann man als Gegenteil des Plattfußes bezeichnen. Hierbei ist das Gewölbe zwischen Fersenbein und Vorderfuß nicht abgeflacht, sondern stark erhöht. Dies führt zu einem höheren Spann und einer geringeren Auflagefläche, denn es werden nur noch Ferse und Vorfuß belastet.

Dadurch ist eine gleichmäßige Druckverteilung nicht mehr gegeben und es kann zu Überlastungen kommen. Höher ist also nicht besser. Auffallend ist nicht nur der hohe Spann, sondern auch Begleiterscheinungen wie Hammer – oder Krallenzehen, die aber erst im späteren Verlauf auftreten.

Läufer mit einem Hohlfuß sind besonders gefährdet, ein Supinationstrauma zu erleiden, sprich sind stärker gefährdet umzuknicken. Deshalb ist es wichtig über gewisse Übungen und auch über eine Einlagenversorgung die Fußachse, die meist eine O-Beinstellung zur Folge hat, zu berichtigen um muskuläre Disbalance zu vermeiden.

Fußfehlstellungen sind oftmals vererbt – oder haben sich im Laufe eines langen Zeitraumes gebildet.

Doch kannst auch Du aktiv an deinem Fuß arbeiten und eine Verschlimmerung des Zustandes vermeiden und Dich vor Verletzungen schützen.

Mit den für Dich optimalen Schuhen oder oft auch mit passenden Einlagen lassen sich Fehlstellungen unter Belastung vermeiden. Experten helfen mit bestimmten Übungen zur kräftigung der Muskulatur und des Bewegungsapparates. Für andauernden Spaß am Sport und der Bewegung.